Dienstag, 6. September 2011

Rosen-Herzen - Vegane Fruchtgummis selbst gemacht

Bei der letzten Shopping-Tour bin ich im Weltbild-Laden gewesen und habe dabei dieses witzige Set für kleines Geld erworben. Gummibärchen sind ja meine stille Leidenschaft, meist sind die mir aber zu süss oder zu künstlich. Ich hatte schon mal ein Spielzeug Fruchtgummi-Set für Hello-Kitty Gums aber das war noch künstlicher was da in Tütchen abgepackt wurde und oben drein labberig - einmal und nie wieder. 
Dieses Set besteht aus einem Anleitungsbuch und einem Satz Formenstempeln. Es juckte mir schon seit Tagen in den Fingern das auszuprobieren.


Ausgesucht habe ich zuerst dieses Rezept und dann aber natürlich verändert - irgendwie schaffe ich es nie Rezepte so nachzumachen, wie sie aufgeschrieben sind.

 Als ich dann im Reformhaus nach den Zutaten fandete, war kein Johannisbeersaft oder Sirup aufzufinden, dafür dieser spannende Rosensirup von Voelkel.
 Das Anleitungsbuch beginnt mit einem Teil der das generelle Vorgehen beschreibt, wie man die Form vorbereitet indem man Stärke glattstreicht und die Formenstempel dann benutzt. Ich war natürlich etwas sparsamer imt dem Platz als im Buch vorgeschlagen und hatte prompt Probleme, das sich die Stärke verschob und die Nachbarformen etwas verschob.
 Im Rezept habe ich dann Saft und Sirup durch das Rosensirup in Wasser erstetzt. Nach dem Einrühren des Apfelpektins wurde es aber deutlich gelblich, und nicht mehr so zart rosa wie der Sirup. Auch den Tip Zucker und Pektin zu mischen vor dem Einrühren hatte ich natürlich ausser Acht gelassen - und hatte prompt Klümpchen. Die Zeitersparnis ging dann doppelt wieder drauf, weil ich die Zubereitung durch ein Sieb streichen musste.

Bei Abwiegen der Mengen von 2 oder 3g stellte sich meine normale Küchenwaage als zu ungenau heraus. Die Gummis sind dann auch weicher geworden als gedacht. Auch habe ich ein Agar aus dem Asialaden verwendet, dessen Aufdruck und Dosierungsanleitung ich natürlich nicht lesen konnte, da mein Thai etwas zu wüsch übrig läßt ;-)
Beim Einfüllen hatte ich dann wieder eine gute Idee, und habe die große Spritze, die ich für die Popping-Boba gekauft hatte verwendet.  (2,50€ in der Apotheke) Damit ging das Einfüllen wunderbar von der Hand. 

Den Schritt "Abkühlen lassen" der Zubereitung habe ich auch wieder etwas großzügig verkürzt - die Masse war wohl noch etwas zu warm und flüssig. Die Herzchen haben alle einen Rand bekommen wo die Masse in die Stärke eingesickert ist. Auch dieser Schritt hat also einen Sinn und sollte beachtet werden.

Den Rest der Stärke muss ich auch noch zur Wiederverwendung durchsieben - auch ein wenig Schweinerei.

Eine Feinwaage wollte ich mir eh noch besorgen. Und die im Buch abgegebene Agar-Sorte werde ich beim nächsten Versuch beorgen. Das Ergebnis ist zwar noch nicht ganz optimal, aber trotzdem ausgesprochen lecker und vielversprechend.

Hier scheint noch strikter als beim Backen wichtig zu sein, das Rezept genau zu befolgen - was mir ehrlich gesagt nicht so leicht fällt, wie meine treuen Leser sicher schon bemerkt haben. Aber im Buch sind noch diverse aufregende  Rezepte mit Grüntee, Ingwer, Rosmarin oder Cappucino die noch ausprobiert werden wollen.

Alle Rezepte scheinen übrigens vegan zu sein - ausser das mit dem Cappucinopulver, das man aber auch anpassen kann.

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