Sonntag, 13. Februar 2011

Mochi-Experimente (Teil 1)

Mochi ist der Oberbegriff für alle Süssigkeiten aus Klebreis, nicht zu verwechseln mit Sushi-Reis, der bei uns ja oft auch Klebreis genannt wird. Es handelt sich um eine Komplett andere Sorte, sowohl geschmacklich als auch was das Kochverhalten betrifft. Hier auf Wagashi Manicac ist das Grundrezept für Mochi und viel interessantes zur Terminologie und verschiedenen Zubereitungsarten. Wagshi Maniac ist mit Abstand die beste Adresse wenn es um japanische Süssigkeiten (Wagashi) geht.



Hier ist auch noch ein Artikel von Token vom Bento-Luch-Blog zu Ihren Erfahrungen mit Mochi.

Um es vorwegzunehmen, auch meine Versuch war erstmal ein glorioser Fehlschlag, die Daifuku's zerliefen im Dampf und ich hatte ziemlich Arbeit meinen Dampfkorb wieder sauberzuschrubben, den der aufgequollene Mochiteig klebt besser wie jeder Tapetenkleister.

 Ich habe zwar Klebreis-Mehl (Glutinous Rice Flour) allerdings nur thailändisches - ich konnte meinen Asialaden noch nicht überreden japanisches zu besorgen.

Die Rezept-Variante die ich anwenden wollte ist deshalb auch nicht die japanische sondern eher chinesischen Ursprungs wie in diesem Video:



Mit dem Rest Teig habe ich dann ein anderes Rezept versucht, und habe Dango gemacht. Hier das Originalrezept von Wagshi Maniac.



Die funktionierten aber problemlos. Dazu werden sie in leicht siedendem Wasser pochiert wie Gnocchi und dann mit der Schaumkellee abgesammelt, sobald sie oben schwimmen

Die übliche süsse Sojasausse habe ich allerdings nicht dazu gemacht, da mein Mann die so garnicht mochte. Ich habe hier den Kaffee-Sirup und Ingwer Sirup benutzt, den ich am Samstag gemacht habe, und bin vom geschmacklichen Ergebnis ganz entzückt.

Mit dem Rest Teig habe ich eines meiner spontanen Experimente gemacht - japanisch ist das vermutlich nicht, aber manchmal geht meine Phantasie halt mit mir durch. :--)

Den Rest Teig habe ich mit Backpulver versetzt und in der Pfanne zu kleinen Pfannkuchen geformt - etwa Blini-Format ausgebacken.
Sie sind wunderbar aufgegangen und haben eine knusprige Aussenhülle und innen einen zarten Mochi-weichen Kern.
Mit Puderzucker bestreut sehr interessant - einen weiteren habe ich alla american Pancake mit Ahornsirup begossen versucht auch sehr lecker.

Kommentare:

  1. Hi,
    in Thailand gibts eine ähnliche Variante für Mochis, den Klebereisbällchen. Sie werden Traditionell mit einer Kokosmilchmasse gefüllt. Sind echt lecker.
    LG

    AntwortenLöschen
  2. Es gibt wirklich gebratene mit Anko gefüllte Klebreisküchlein. Habe ich schon öfter gemacht. Bei Gelegenheit werde ich das auch mal posten.

    AntwortenLöschen
  3. Ah cool - wie heisst das dann? - ah und Charsiubau, gibt es Ingwersirup in der japanischen Küche?

    AntwortenLöschen
  4. Fried Red Bean Cake....ich glaube, dass ist mehr chinesisch oder taiwanesisch. Weiss ich leider nicht so genau.
    Ingwersirup gibt es in der japanischen Küche. Ich denke, der wird so hergestellt, wie du es auch gemacht hast. Und zu Dangos wird es bestimmt auch gegessen :) Ich kenne es zu chinesischem Tofu-Dessert. Sehr lecker!

    AntwortenLöschen
  5. Was witzig an der Konsistenz ist, das es durch das Backpulver ein bischen wie ein Brötchen aufgegangen ist. Man siehts an der Schnittkannte bei heutigen Bento. Den Ingwer-Sirup fand ich sehr lecker war ja mehr ein Abfallprodukt, den Kaffeesirup fand ich allerdings zu den Dango genial. Eigentlich hatte ich den für ein Mini-Tiramisu geplant im Silikon-Cup -wobei... Ingwersirup in einem Tiramisu waere ja auch mal interessant - vermutlich braucht es dann noch eine säuerliche Frucht - fielleicht Khaki/Persimone

    AntwortenLöschen